Die Unterstufe

Der Umgang mit unseren Schulanfängern gliedert sich im Wesentlichen in drei Aufgabenfelder:

  • das gesunde bzw. gesundende Hineinführen der Kinder in den Schulalltag

  • das wachsame Begleiten der sozialen Prozesse, die zur Bildung einer Klassengemeinschaft führen

  • das Bilden einer breiten, lebendigen und spirituellen Basis für das schulische Lernen

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist für die Kinder eine große Umstellung und erfordert viel Kraft. Im Sinne der Salutogenese (Gesundheitsforschung) wirkt es gesundend, wenn ich die Welt als sinnvoll, verstehbar und gut zu handhaben erlebe. Der rythmische Verlauf des Schulvormittags trägt dazu bei, die Lebensprozesse der Kinder zu harmonisieren. Viel Bewegung, Geschicklichkeitsübungen und ein gesundes Frühstück bilden die physiche Grundlage. Eine an die Aufnahmegespräche anknüpfende, enge Zusammenarbeit mit der Schulärztin und dem Heileurythmisten unterstützen den Klassenlehrer in diesem Bereich.

Viele Kinder kennen sich bei Schulbeginn noch nicht und es ist eine sehr wichtige Aufgabe für die Lehrer, die Kinder in der Gestaltung ihrer Klassengemeinschaft zu begleiten. In Gesprächen werden immer wieder gelungene Begegnungen und Konflikte angeschaut und besprochen. Gemeinsam werden die Grundlagen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten und Möglichkeiten einer gegensätzigen Wertschätzung und Unterstützung gelegt. Dies sind Voraussetzungen für das Enstehen einer Gemeinschaft, die lange Zeit miteinander leben und lernen wird. Eine empathische Stimmung und ein entspannter Umgang mit allen Klassenkameraden bildet eine gute Grundlage für das gemeinsame Lernen.

In den ersten beiden Schuljahren wechseln sich Epochen in den Fächern Formenzeichnen, Rechnen und Schreiben ab, in denen die Inhalte aus Bildern entwickelt werden. In allen Fächern gehen wir von einer Ganzheit aus, die auch im Sinne der Salutogenese (Sinn, Verständnis und Handhabbarkeit) verstanden werden kann. Immer wieder erlebt das Kind, wie es selbst in die Welt eingebettet ist und zu allem einen persönlichen Bezug entwickeln kann. Dies verleiht dem später immer mehr kognitiv geprägten Lernen eine an den Menschen angeschlossene Begründung.

In allen Bereichen ist uns eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, im Sinne einer Erziehungspartnerschaft, sehr wichtig. Wir veranstalten vier bis fünf Elterabende im Jahr, besuchen die Kinder zuhause und bieten Gespräche an.

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