Die Moskaureise

Aus technischen Gründen (zu viel Schnee) landete der Flieger auf einem abgelegenen Militärflughafen, aus klimatischen Gründen war den Aalener Waldorfschülern zunächst mal am Anfang ihres Besuches in Moskau mächtig kalt. Geführt von ihrer Russischlehrerin Ida Schäfer kamen die Austauschschüler am 11. Mai im winterlichen Moskau an und ein Abenteuer begann. Die ganz andere Kultur im Umgang der Menschen miteinander, die Sprache in der Wirklichkeit noch fremder als im Unterricht, das Essen, die Getränke neu und für manchen kaum genießbar, im Unterricht Verständnisprobleme – Anfangsschwierigkeiten, berichtet Ida Schäfer.

Die Gastgeberschule in Moskau hatte ein großes und vielfältiges Programm vorbereitet: Besuche und Besichtigungen. Der Rote Platz bei Schneeregen und bitterer Kälte, im Kreml das Ballett Nussknacker, Fahrt und Führung über das Kreml-Gelände, die Tretjakow-Galerie, eine Zirkusvorstellung und – ein Höhepunkt – das Bildungs- und Kulturzentrum EthnoMir, wo sich die russischen Volksgruppen präsentieren gemeinsam mit 50 Völkern der Welt, darunter auch Deutschland. Sichtbar wurde im EnthoMir das wahre Russland, sagt Ida Schäfer für ihre Schülerinnen und Schüler, aber vor allem in den vielen persönlichen Begegnungen beim Sport, in der Schule und bei den Ausflügen. Man lernte sich gegenseitig besser kennen und hatte großen Spaß dabei.

„Der Abschied von Moskau, von den neuen Freunden war sehr schwer,“ so Ida Schäfer, „die Gastfamilien und besonders die russischen Schüler waren sehr liebevoll, warmherzig, die Jungs sehr zuvorkommend. Viele Tränen und der große Wunsch beim Abschied, sich wiederzusehen.“