Eurythmie Märchen 2013

Spieglein, Spieglein an der Wand…

  

Mit dem Eurythmie - Märchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ begeisterte die achte  Klasse ihre Zuschauer und zeigte souverän die starken Ausdrucksmöglichkeiten der Eurythmie. Bereits seit Februar dieses Jahres arbeiteten die Schüler mit ihrem Lehrer Michael Vogt an diesem für diese Altersstufe inhaltlich sehr passenden, jedoch in seiner Umsetzung äußerst schwierigen Stück.

Märchen sind Bilder der Seele und so tritt in dieser bekannten Geschichte der Gebrüder Grimm die böse Schwiegermutter, strebend nach einem äußerlichen Schönheitsideal, den Kampf gegen das innerlich reine und schöne Schneewittchen an. Neid und Eifersucht führen zu Hass und werden zu einem lebensbestimmenden und allgegenwärtigen Problem für die Königin, die sich in ihrer Stellung als Schönste im Land bedroht sieht. Mit „Versuchungen“ soll das Mädchen in sein Verderben gelockt werden, findet jedoch in dem Jäger, der es verschont und den sieben Zwergen, gute Seelen, die ihm beistehen. Trotz der 200 Jahre, die vergangen sind, seit dieses Märchen geschrieben wurde, passt es auch heute noch unmittelbar in unsere Gesellschaft. Immer wieder werden durch äußere Verlockungen Ideale begraben, man beneidet andere um deren Erscheinung, Können oder Besitz.
Doch nicht nur der Inhalt soll die Schüler zum Nachdenken über die eigenen Werte anregen, auch die Umsetzung in die Eurythmie gewährt einen Blick über den eigenen Hutrand. Was für den Zuschauer eine stimmungsvolle und fließende Bewegungsabfolge ist, ist für die aufführenden Schüler eine große Herausforderung. Vor allem für die sieben Zwerge heißt es, die Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren und über seine eigene Person hinwegzuschauen. Erst das Zusammenspiel macht aus den einzelnen Rollen ein gemeinsames Gesamtwerk.
Die aufwändigen Kostüme und Gewänder, die passende Beleuchtung und die musikalische Untermalung dreier Musiker aus Pforzheim verliehen dem Stück eine zauberhafte Stimmung.